Über den Begriff Magie gibt es die unsinnigsten Vorstellungen. Deshalb halte ich es für angebracht,ganz eindeutig darüber zu sprechen, was man unter den Begriffen Magie und Magier ganz konkret versteht.
Wenn Du z. B. glauben solltest irgendein mittelalterliches Zauberbuch hat etwas mit echter Magie zu tun, dann befindest Du Dich auf dem Holzweg.Verständlich mögen die Urschriften dieser Bücher einige Bedeutung gehabt haben, aber die meisten der heute unter diesem Titel angebotenen Bücher sind nichts weiter als ein entstelltes Kauderwelsch, mit Bruchstücken mündlicher Überlieferungen, die in dieser Form vollkommen wertlos sind.
Ausgehend von ihrer Urbedeutung ist Magie nichts anderes als das Wissen um die Wirksamkeit metaphysischer, geistiger und seelischer Energien und deren praktische Anwendung im Alltagsleben zur Erreichung ganz bestimmter Ziele. Der Magier WILL ETWAS und setzt ganz bewußt eine konzentrierte VORSTELLUNGSKRAFT ein; während er gleichzeitig seine (schulwissenschaftlich vollkommen unbegreifbaren)Urkräfte des Unterbewußtseins aktiviert.
Dass ein Magier mittels Telepathie auf ein anderes Bewußtsein einzuwirken vermag, wird heute selbst von der Schulpsychologie nicht mehr bestritten.Deshalb spielt gerade die Telepathie (oder besser: Telehypnose) in der gesamten Magie eine Schlüsselrolle.
In der esoterischen Szene spricht man oft von weißer und schwarzer Magie . Obwohl es diese Unterscheidung praktisch nicht gibt. Denn die Kräfte sind dieselben, mit denen beide Richtungen umgehen. Unterschiedlich ist lediglich das Motiv, das einer magischen Handlung zugrunde liegt.
Als Weißmagier bezeichnet man einen Menschen, der die Kräfte (die er beherrscht) benutzt, um seine Umwelt positiv zu beeinflussen oder anderen Menschen in jeder Hinsicht zu helfen. Er betrachtet sich als ein Werkzeug des universell Guten und hält es für seine Pflicht, als Vertreter des positiven Pols aktiv tätig zu sein.
Bei der schwarzen Magie handelt es sich um die Anwendung der Kräfte zur absoluten Unterwerfung anderer Menschen, oft verbunden mit einer sadistischen Grundhaltung, die sich über alle menschlichen und esoterischen Normen hinwegsetzt. Ein echter Schwarzmagier findet Freude in der Unterdrückung, Versklavung und am Quälen von Menschen.
Zum Glück gibt es relativ wenig Schwarzmagier. Aber diese Wenigen sind außerordentlich gefährlich,weil sie meistens nur aus dem Hintergrund heraus arbeiten, deshalb unerkannt bleiben und für den Unwissenden nicht faßbar sind. Einzelne arbeiten mit Gruppen Gleichgesinnter zusammen, weil sie wissen, daß sich Strahlen gleichschwingender Menschen nicht nur summieren , sondern vervielfachen lassen; mit alten Ritualen werden die vorhandenen Kräfte zur Erreichung mentaler und astraler Zwecke bis zur äußersten Grenze hochgepolt.
Sämtliche magische Praktiken beruhen auf der Erkenntnis, daß die Bewußtheiten der Menschen eng zusammenhängen und aufeinander einwirken, da sie alle Teile eines größeren, umfassenderem Bewußtseins sind, aus dem heraus alle Wesen leben. Wenn es also gelingt, über dieses Gesamtbewußtsein andere Menschen in den Griff zu bekommen, der kann mit dem Betreffenden praktisch machen, was er will. Die jeweiligen Opfer merken gar nicht, daß sie wie Marionetten hin und her geschoben werden- im Gegenteil sind sie sogar der Überzeugung, daß die Gedanken und Gefühle ihre eigenen sind und daß sie über ihren freien Willen verfügen.
Wir brauchen gar nicht die weiß- oder schwarzmagischen Praktiken genauer zu untersuchen, um zu erkennen, welche große Rolle die Individual- und Massen- Suggestion in unserem Leben spielt. In der gesamten Politik und Wirtschaft spielt Suggestion eine grundlegende Rolle. Und wer über die erforderlichen Beeinflußungsmittel (Presse, Rundfunk, Fernsehen,Literatur usw.) verfügt, hat es leicht, das denken und handeln anderer Menschen in eine bestimmte Richtung zu dirigieren.
Die Zukunft der ganzen Menschheit hängt davon ab ob sie weiß und erkennt, daß alles Geschehen auf Erden von den mentalen und astralen ( Übersinnlichen) Kräften beeinflußt wird und daß sie die notwendigen Konsequenzen daraus zieht.
Der Schwarzmagier hat für sein Tun natürlich eine philosophische Begründung. Er sagt, daß unser Universum seine Existenz nur der bestehenden Polarität zwischen Plus und Minus verdankt, dem Gegensatz von Gut und Böse , Finsternis und Licht, Herren- und Sklaventum, Gesundheit und Krankheit usw. und ein Pol sei eben so wichtig wie der andere. Es müsse also auch Vertreter der Harmonieseite des Guten geben und gleichzeitig solche der negativen Gegenseite; ein Pol allein für sich, sei nicht Existenzfähig.
Doch der Schwarzmagier jagt einer Illusion nach. Was und Wie der Mensch denkt , das IST bzw. WIRD er. Das ist ein unveränderliches universelles Gesetz. Anders Ausgedrückt: Die magischen Erfolge müssen sich letztlich gegen die Schwarzmagier selbst richten. Denn was und wie ein Mensch denkt und handelt, das wird schließlich zu seinem eigenen BEWUßTSEINSINHALT und muß nach dem karmischen Gesetz von Ursache und Wirkung wie ein Bummerang zu ihm zurückkehren.